The Quick Fix: PHNI Woche 4, 5 und 6

Nachdem wir die letzte Woche ausgesetzt haben, wollen wir heute wieder den Quick Fix aufnehmen. Denn auch wenn sich an der Oberfläche wenig getan hat, so hat sich im Hintergrund doch einiges im Format verändert.


In diesem Quick Fix schauen wir uns den Zeitraum vom 26.02. bis 17.03. an. Wie unschwer zu erkennen, handelt es sich um drei statt zwei Wochen, was einfach daran lag, dass in ersten der betrachteten Woche (folgend auch Woche vier genannt) nur eine einzige Regional automatisch erfasst wurde. Deshalb hab ich mich entschieden, diese Woche mit in die zweite Woche (Woche fünf) aufzunehmen und mit der letzten Woche (Woche sechs) zu vergleichen. Dabei wurden in Woche vier und fünf 35 Regionals sowie die YCS Sydney und Spanish Open erfasst, während Woche sechs mit 39 Regionals aufwarten konnte.


Deck Breakdown


Quick Fix Woche 4,5, und 6 PHNIGesamt: 516

  • Snake-Eye-Variants: 128
    • Snake-Eye-Diabellstar: 120
    • Snake-Eye-Sky Striker-Diabellstar: 4
    • Snake-Eye-Sky Striker-Bystial: 1
    • Snake-Eye*: 1
    • Snake-Eye-Diabellstar-Kashtira: 1
    • Snake-Eye-T.G.Diabellstar: 1
  • Fire King-Variants: 100
    • Fire King-Diabellstar-Snake-Eye: 96
    • Fire King-Diabellstar: 2
    • Fire King-Sky Striker-Diabellstar-Snake-Eye: 1
    • Fire King-Tri-Brigade: 1
  • Voiceless Voice-Variants: 59
    • Voiceless Voice*: 41
    • Voiceless Voice-Branded: 16
    • Voiceless Voice Nekroz: 1
    • Voiceless Voice-Diabellstar-Mikanko: 1
  • Kashtira-Variants: 36
    • Kashtira*: 21
    • Kashtira-Heatsoul: 13
    • Kashtira-Adventurer: 1
    • Kashtira-Raidraptor: 1
  • Despia-Variants: 34
    • Despia-Branded: 31
    • Despia-Yubel-Branded: 1
    • Despia-Bystial-Branded: 1
    • Despia-Chimera-Branded: 1
  • Floowandereeze: 27
  • Purrely-Variants: 11
    • Purrely*: 10
    • Purrely-Dark World: 1
  • Centur-Ion-Variants: 10
    • Centur-Ion-Horus: 5
    • Centur-Ion*: 3
    • Centur-Ion-Superheavy Samurai: 2
  • Mannadium-Scareclaw: 10
  • Runick-Variants: 10
    • Runick*: 8
    • Runick-Dogmatika-Adventurer: 1
    • Runick-Bystial: 1
  • Other (1-8) 91
    • Rescue-ACE*: 2
    • Rescue-ACE-Diabellstar,Snake-Eye: 2
    • Rescue-ACE-Diabellstar: 2
    • Rescue-ACE-Runick: 1
    • Rescue-ACE-Horus-Diabellstar: 1
    • Labrynth*: 5
    • Labrynth-Unchained: 2
    • Salamangreat*: 6
    • Chimera-Branded: 5
    • Chimera-Horus,Branded: 1
    • Tearlaments*: 2
    • Tearlaments-Horus: 2
    • Tearlaments-Destiny-Kashtira: 1
    • Tearlaments-Horus-Destiny: 1
    • Dragon Link-Bystial: 5
    • Dinomorphia*: 4
    • Vanquish Soul*: 3
    • Vanquish Soul-Kashtira: 1
    • Spright Melffy: 2
    • Spright*: 1
    • Spright Melffy-Adventurer: 1
    • Rikka-Aroma-Therion-Sunavalon: 2
    • Rikka-Aroma-Sunavalon: 1
    • Raidraptor*: 3
    • Phantom Knights-Horus-Adventurer: 2
    • Phantom Knights*: 1
    • Unchained*: 2
    • Marincess*: 2
    • Stun-Dogmatika: 2
    • Swordsoul-Tenyi: 2
    • Horus*: 1
    • Horus-Salvation: 1
    • Orcust-Runick: 1
    • Orcust-Bystial-Runick: 1
    • Infernoble Knight-Diabellstar-Battlin' Boxer: 1
    • Infernoble Knight-Flame Swordsman: 1
    • T.G.-Diabellstar: 1
    • Volcanic-Diabellstar-Snake-Eye-Fire King-Horus: 1
    • Gold Pride-P.U.N.K.: 1
    • Ninja: 1
    • Shark-Armored: 1
    • Stardust-Bystial-Runick: 1
    • Mikanko-Snake-Eye: 1
    • Goblin Biker-Ghostrick-Armored: 1
    • Scareclaw-Kashtira-Adventurer: 1
    • Kozmo-Gren Maju: 1
    • Exosister: 1
    • Fur Hire-Runick-Spright: 1
    • Drytron: 1
    • 8-Axis OTK-Gren Maju: 1
    • HERO: 1
    • Tri-Brigade-Horus-Adventurer-Myutant-Spright: 1
    • Sky Striker: 1
    • Dark World-Danger: 1

* = Die tatsächliche Menge der Subvarianten kann aufgrund unbekannter Decklisten abweichen


Während dieser drei Wochen kamen 516 Decks zusammen, 252 davon aus Woche vier und fünf sowie 264 aus Woche sechs. Bei den tieferen Analysen der gespielten Karten konnte auf 129 dieser 252 Decklisten aus den ersten beiden Wochen geschaut werden, während 155 Decklisten für die Woche sechs einsehbar waren. Falls ihr euch diese Listen und/oder Deck Profiles im Detail ansehen wollt, könnt ihr das wie gewohnt im dafür angelegten Spreadsheet machen.


Woche 4 und 5 PHNI - Findet Fire King sein Ende?


Quick Fix Woche 4 und 5 PHNIWer sich an die letzten beiden Quick Fixes zum PHNI-Format zurückerinnert, wird sich daran erinnern, dass zu Beginn des Formates immer Fire King Snake-Eye an der Spitze des Formates stand. Doch wie schon im Trend vom letzten Quick Fix ersichtlich, befand sich das Deck im Sinkflug, während das pure Snake-Eye seinen Siegeszug fortsetzte. Auch dieses Verhalten konnte man in diesem Quick Fix erblicken und das sogar so weit, dass das pure Snake-Eye die Fire King Variante überholt hat. Doch wie schon im letzten Bericht erwähnt, hat sich das pure Snake-Eye nur einen kleinen Teil des Fire King Anteils geschnappt, während sich die anderen Decks einen weitaus größeren Anteil geschnappt haben und so die Summe der "Snake-Eye Varianten" auf etwa 51 % gesenkt hat. Damit nehmen sie zwar immer noch die Hälfte des Formates ein, es zeigt aber auch, dass andere Decks immer noch Kontra bieten können.

Bei den restlichen Decks hat sich nichts in der Platzierung geändert gegenüber der Woche drei und auch die prozentualen Anteile weisen keine Auffälligkeiten auf, die es zu betrachten gäbe. Darum erspare ich mir diesen Teil an dieser Stelle.


Stattdessen schreite ich zum nächsten Punkt über, welcher die Einzelkarten betrachtet. Und auch hier hat sich bei den meistgespielten Karten gegenüber den vorherigen Wochen nur sehr wenig verändert. So konnte ich gerade mal erkennen, dass Vom Grab gerufen vom fünften Platz auf den 26. gefallen ist, zugleich aber fast ausschließlich Handtraps nach oben gerutscht sind. Diese Veränderung lässt sich auch direkt anhand der gespielten Handtraps erkennen. Denn Unendliche Unbeständigkeit und Nibiru the Primal Being gewinnen immer mehr Relevanz im Format, welche beide nicht von Vom Grab gerufen aufgehalten werden können. Zudem ist sie gerade im Feuer Mirror Match schwierig, da neben den Handtraps häufig auch gegen die Snake-Eye und Promethean Princess, Bestower of Flames vorgegangen werden muss, doch greift man hier auf Vom Grab gerufen zurück, schadet man sich in seinen eigenen Plays merklich. Und auch Aschenblüte und freudiger Frühling will man ungern mit Vom Grab gerufen aufhalten. Besitzt man nämlich genügend Extender, um den durch Aschenblüte entstandenen Schaden auszugleichen, erlaubt es selbige über Hiita, die Feuerverzaubererin in Flammen sich zurück ins Spiel zu klettern.


Ansonsten will ich noch auf ein Deck Profile hinweisen, welches Christian Urena zu seiner Top 4 Deckliste veröffentlicht hat. Hier waren mir einige Sachen in seiner Liste und in seinen Kommentaren aufgefallen, die man erwähnen sollte. Zuerst wäre da ein Kommentar zu Snake-Eye Flamberge Dragon, wo er darauf hinweist, dass er selber zwei Kopien gespielt hat, es zukünftig aber betrachtenswert sei, ob man nicht nur eine einzelne Kopie dieser Schlüsselkarte spielt (sowie ob man nicht auch Jetsynchron cutten sollte/könnte). Er begründet dies, dass die eigenen Boards damit zwar schwächer werden, aber man mehr Platz für Non-Engine bekommt und zugleich besser Going Second gehen könnte. Dies finde ich interessant, da mir ein ähnlicher Vorteil bei den Boardbreaker-Approaches aufgefallen ist. Doch dazu später mehr. Ein weiterer interessanter Punkt kommt auf, wenn er über seine Handtrap Ratio sowie den gespielten Powerspells kommt. Hier hat er sich entschieden, von den beliebten 17+ Handtraps auf 13 herunter zu cutten und diese Plätze mit Sirenengesang, Auslöschungsinformant und Talent der drei Taktiken aufzufüllen. Dadurch, dass jeder 17+ Handtraps spielt, ist die Chance sehr hoch, zwei oder mehr Handtraps zu sehen. Er gibt beispielhaft an, wenn man selbst mit Snake-Eye Ash startet und auf diesem Unendliche Unbeständigkeit oder Effektverschleierin kassiert und sich mit Diabellstar the Black Witch aus der Misere heraus extenden will und auch hier eine Unendliche Unbeständigkeit, Effektverschleierin oder Geistertrauernde und Mondeskälte zusätzlich abbekommt, nur noch weiterspielen kann, wenn man Einer für einen oder Bonfire noch zur Hand hat. Hat man dies nicht, muss man seinen Spielzug mit "Nothing Pass" beenden, was kritisch werden kann. Darum verwendet er die drei zuvor aufgezählten Zauberkarten, um sich aus dem Problem extenden zu können. Insbesondere Lullaby of the Obedience wird noch interessanter, wenn er zu seinem Side Deck kommt, wo er Kashtira Fenrir gesidet hat. Er zeigt auf, dass Fenrir gerade Going Second interessant ist, da er nach dem "Handtrap-Battle" den Gegner ressourcentechnisch soweit reduziert hat, dass ein einzelner Fenrir enormen Druck ausüben kann. Außerdem forct er Unendliche Unbeständigkeit heraus, was es ihm erleichtert, seine eigenen Kombos durchzubekommen. Besonders ansprechend ist aber die Kombination mit Sirenengesang, da sich seiner Aussage nach viele Rogue Decks auf Fenrir verlassen und somit gezielt in der Lage wäre, diese aus dem gegnerischen Deck zu ziehen. Diese Aussage empfinde ich zwar etwas fragwürdig, da ich in der Woche 4 und 5 exakt 14 Decks gesichtet habe, welche mindestens einen Kashtira Fenrir spielen und wir exakt 14 Kashtira Decks hatten (selbiges in Woche 6 mit 24 Decks und 22 Kashtira Decks), aber falls der Gegner trotzdem Fenrir spielen sollte, ist dies natürlich sehr ansprechend. Denn Fenrir kann immer noch spezialbeschworen werden, sollte der Gegner ihn der eigenen Hand hinzufügen. Ebenso fügt er hinzu, dass er mit seiner Hilfe in der Lage ist, störende Floodgates wie Beschwörungslimit mit geringen Schäden zu beseitigen.

Auch zu seinem gespielten Beschwörungslimit fügt er hinzu, dass diese womöglich nicht notwendig wären, da das normale Synchro-Endboard bei weitem stark genug ist und somit keine Verwendung für diese zu haben scheint.

Gehen wir aber gedanklich noch mal kurz zurück zu seinem Extra Deck. Hier erwähnt er bei seinen gespielten Synchromonstern, dass diese selbst dann Pflicht wären, wenn man wie zuvor erwähnt Jetsynchron cuttet oder durch andere Einflüsse (Banned List?) dazu gezwungen wird. Hierbei bezieht er sich insbesondere auf Formelsynchron und Blumenbaronin, welche immer noch über die Kombination Effektverschleierin und Diabellstar the Black Witch beschwörbar sei. Dies empfinde ich persönlich noch etwas merkwürdig, da dieses Szenario Going First nur in 17,28 % aller Fälle eintreten kann (sechs Hexen und drei Effektverschleierin bei 40 Karten), dies aber vermutlich eher aufgrund ihrer Spielstärke zurückzuführen ist. Dies bringt uns aber zu einem interessanten Thema, auf das ich später noch mal genauer eingehen möchte.

Alles in allem hat er eine Vielzahl an Punkten gebracht, über die man nachdenken sollte. Bei einigen dieser Argumentationen (zum Beispiel Fenrir in Rogue Decks und die Notwendigkeit der Synchros selbst ohne Jetsynchron) hinterfrage ich aber noch, ob diese wirklich positiver Natur sind oder ob hier nicht eher Vorschläge gemacht werden, damit andere schlechtere Entscheidungen treffen.


Woche 6 PHNI - Sollte man lieber auf Handtraps verzichten?


Quick Fix Woche 6 PHNIIn der sechsten Woche scheint sich der Trend von den Vorwochen weiter zu halten. Snake-Eye, aber insbesondere auch Fire King haben ordentlich Prozentpunkte eingebüßt und konnten sich nur noch auf 37,5 % in der Summe halten. Hierbei sollte man den Verlust von fast 10 % bei Fire King hervorheben, wodurch es mit seinen 14,8 % nun fast auf das Niveau des drittplatzierten Voiceless Voice gefallen ist. Hierbei fällt mal wieder auf, wie stark sich doch Wochenenden mit und ohne YCS unterscheiden und dass in solchen Wochen auch Rogue Decks wie beispielsweise Chimera wieder zeigen. Ähnlich stark verändert sich auch das Bild bei den Plätzen vier bis sechs, wo Floowandereeze und Despia mit sehr signifikantem Abstand die Plätze tauschen. Dies finde ich interessant, schließlich hatten wir mit 252 zu 264 Decklisten nahezu die gleiche Menge an Decks in den verschiedensten Tops und auch die Zahl von Floowandereeze hat mit 14 zu 13 nicht wirklich viel zu dem vorherigen Zeitraum abgenommen. Stattdessen sind viel eher die Zahl der Tops durch Despia und Kashtira durch die Decke gegangen und haben sich fast verdoppelt. Einen wirklichen Grund lässt sich hier auch nicht erkennen, bloß dass auch hier die YCS in der sechsten Woche fehlt und entsprechende Slots, die fast ausschließlich mit Feuer-Decks gefüllt waren, stattdessen von Despia und Kashtira dominiert werden.


Ernüchternder schaut es auch wieder bei den Einzelkarten aus. Hier konnte ich keinen sichtbaren Unterschied zwischen der vorherigen Doppelwoche 4/5 und der aktuellen Woche 6 ausmachen. Somit zeigt sich wohl, dass sich die breite Masse des Formates bezüglich seiner Einzelkarten zu festigen scheint und die Handtrap als einzige Lösung angesehen wird. Doch auch hier gibt es noch vereinzelte Personen, die einen Gegentrend zu suchen scheinen. Zumindest im Bereich der Snake-Eye-Varianten gab es eine Variation, auf die wir bereits im letzten Quick Fix kurz zu sprechen kamen. Dabei ging es um Boardbreaker Varianten über die bevorzugte Handtrap-Variante. Diese hatte insbesondere durch Joshua Schmidts Reichweite neue Inspiration durch Snake-Eye mit einer kleinen Sky Striker Engine gefunden. Hierbei ist der Sinn recht schnell erklärt: Himmelsjäger-Mech - Hornissendrohnen und damit auch Himmelsjäger-Mobilisierung - Angriff! sind eine ein Karten Kombo, mit der man sicherstellen kann, dass die eigene Snake-Eye Engine durchgeht. Hierzu wird erst Hornissendrohnen aktiviert, um eine Spielmarke zu generieren. Anschließend wird diese in Himmelsjäger-Ass - Kagari weiterverarbeitet, welche mit ihrem Effekt die Hornissendrohne zurück auf die Hand gibt. Danach wird Kagari zu Himmelsjäger-Ass - Kaina weitergelinkt und die Hornissendrohne aktiviert (welche während der Auflösung 100 Lebenspunkte für mögliche Timeout-Szenarien generiert). Da diese Spielmarke ebenfalls Stufe eins ist, kann man daraus Linkuriboh machen, welche anschließend zusammen mit der Kaina zu S:P Little Knight weiterverarbeitet werden kann. Nun besitzt man einen doppelten Schutz für die Normalbeschwörung von Snake-Eye Ash vor zielenden Effekten wie Unendliche Unbeständigkeit, da man selbige entweder über den im Friedhof liegenden Linkuriboh als Tribut anbieten kann oder über S:P Little Knight temporär verbannen kann. Zusätzlich sorgt S:P dafür, dass man vor Nibiru the Primal Being geschützt ist, da man sie und ein weiteres Monster verbannen kann, um am Ende des Zuges Minimum zwei Monster behalten zu können. Da das Deck über seinen themeneigenen Spielfeldzauber schon gut durch Nibiru spielen kann, hat man anschließend zwei weitere Bodies für I:P Maskerena-Kombos. Die übrigen Sky Striker Karten in Form von ein bis zwei Kopien von Himmelsjäger-Mech - Witwenanker und Himmelsjäger-Mech - Haikanone helfen anschließend dabei, Going 2nd das Board zu brechen und/oder sich aus brenzligen Situationen heraus zu extenden.

Dieser initiale Gedankengang einer Snake-Eye Sky Striker Deckliste konnte bereits in zweifacher Ausführung in Woche vier und fünf toppen, schaffte aber in vier weiteren Ausführungen in Woche sechs zu punkten (drei Snake-Eye und eine Fire King Snake-Eye Variante). Zwar wurden nur drei der insgesamt sechs Decklisten veröffentlicht, doch hiervon fand ich in der Las Vegas Regional Deckliste von Christian Paul Gregorio (Woche fünf) und Winterthur Deckliste von Timoti Baggio (Woche 6) erwähnenswert. Dabei verfolgt letztere Deckliste den initialen Ansatz weiter und hat als größte Veränderung Törichte Begräbnisbeigaben zusammen mit Metallfose-Fusion integriert. Der Gedanke liegt hier aber weniger darin, gezielt Metallfose-Fusion in den Friedhof zu werfen, damit man die drei Zauberkarten bekommt, sondern eher ausnutzt, dass dieses Deck bereits einige andere gute Zauber und Fallenkarten mit guten Friedhofseffekten besitzt. Denn neben WANTED: Seeker of Sinful Spoils seinen bereits bekannten eigenen Zurückmisch-Effekt besitzt, kann man sich auch Original Sinful Spoils - Snake-Eye vom Deck auf den Friedhof legen, um ein bereits verwurstetes Snake-Eye oder Diabellstar-Monster zurück ins Deck zu mischen, um sich ein beliebiges Feuer-Monster der Stufe eins vom Deck auf die Hand zu suchen. Somit kann die Karte auch sofort wie eine Art schlechtere Bonfire verwendet werden, um sich aus brenzligen Lagen zu befreien. Die letzte damit harmonierende Karte ist The Black Goat Laughs, welche so gezielt vom Deck auf den Friedhof gelegt werden kann, um seinen Negier-Effekt sofort freizuschalten. Dies stellt die Frage offen, ob in seiner Deckliste Metallfose-Fusion überhaupt notwendig ist, da diese nur zum Tragen kommt, wenn keine der anderen drei Ziele gerade Relevanz hat. Insbesondere da diese auch einen weiteren Brick darstellen kann und so schwächere Starthände noch härter bestraft. Letzteres ist allgemein ein sehr großes Problem bei diesem neuen Ansatz. Dadurch, dass keine Handtraps gemaint werden, die das gegnerische Board signifikant verkleinern, wird man im Regelfall gegen das komplette Board antreten müssen. Sollte die Hand nun aber mehrere Bricks oder Pseudo-Bricks (mehrere Normalbeschwörungen oder doppelte Kopien von harten einmal pro Spielzug Effekten) beinhalten, so hat man womöglich gar nicht genug Karteneffekte, um den Gegner dazu zu zwingen, Monstereffekte zu aktivieren. Dies führt wiederum dazu, dass auch Karten wie Talent der drei Taktiken und Triple Tactics Thrust tot sein können. Außerdem kann die Möglichkeit bestehen, falls solche Zauberkarten-schweren Varianten zunehmen, dass dann auch wieder vermehrt Antimagischer Duft in den Side Decks auftauchen werden und so einen enormen Schaden anrichten können. Gleiches gilt auch für die mögliche Weiterentwicklung der bisher wenig beachteten Snake-Eye FTK-Varianten. Denn es ist in dem Deck möglich, über Proxy-F-Magierin einen Flammenphönix, der brennende Bombenvogel auf korrektem Wege über ein Maschinen-Monster wie beispielsweise Jetsynchron und einem Pyro-Monster zu beschwören. Anschließend versucht man selbigen mehrfach zu beschwören, was über Promethean Princess, Bestower of Flames, Worldsea Dragon Zealantis und weiteren Karten ermöglicht wird. Sollte also der Trend weg von Handtraps gehen, kann es schnell passieren, dass solche FTK-Varianten im Format Einzug nehmen.


Hier wird dann auch die andere Deckliste noch mal interessant. Denn auch wenn Christian Paul Gregorio nur recht wenig zu seinem Deck erklärt, wird seine Herangehensweise bei genauerer Betrachtung verständlich. Er entschied sich nämlich dafür, nicht auf die Handtraps zu verzichten und hat sich im Main Deck auf ein minimales Zauberkarten-Lineup aus einer einzelnen Hornissendrohne sowie Talent der drei Taktiken und Triple Tactics Thrust beschränkt. Die meistgespielten Handtraps hat er auf das Minimum reduziert und als Ziele für Auslöschungsinformant ins Main Deck gepackt. Außerdem hat er Handtraps, die bevorzugt im Side Deck auftauchen, wie Bystials oder Kauz und Schlossvogel ins Main Deck verfrachtet, da diese auch im Snake-Eye Matchup nicht unbedingt tot sind und sich so erhofft, ein starkes Game eins zu erhalten. Im Side Deck findet man dann die zuvor erwähnte restliche Sky Striker Engine aus zwei Himmelsjäger-Mobilisierung - Angriff!, zwei Himmelsjäger-Mech - Witwenanker und einer Himmelsjäger-Mech - Haikanone, welche er reinsiden kann, wenn sein Gegner sich insbesondere auf eine Vielzahl von Handtraps vorbereitet hat, die durch die Illusion dieser großen Anzahl verschiedener Handtraps entstehen kann. Zudem weiß er so auch bewusst, dass er Going Second dran ist, was gerade die Spielstärke von Himmelsjäger-Mech - Witwenanker und Himmelsjäger-Mech - Haikanone verstärkt, die Going First manchmal selbst zu Pseudo-Bricks verkommen können. Außerdem erspart er sich so die zusätzliche Kopie von Himmelsjäger-Ass - Kaina, da er diese Going Second eher seltener gebrauchen dürfte. Denn schon eine einfache Himmelsjäger-Ass - Kagari kann besonders stark im Snake-Eye sein. Denn sobald sie korrekt beschworen wurde, kann man sie Mithilfe von beispielsweise Snake-Eye Poplar zurück in die Zauber und Fallenkartenzone platzieren, um sie von dort über Snake-Eye Flamberge Dragon oder Divine Temple of the Snake-Eye spezialbeschwören, um anschließend erneut eine Sky Striker Karte vom Friedhof recyceln zu können. Die ist besonders in der Standardkombo ansprechend, wo man Spielfeldzauber und Flamberge kontrolliert, im Regelfall aber nur für einen der beiden ein sinnvolles Ziel zur Verfügung steht.


Einen weiteren Vorteil, den ich in den Sky Striker Varianten sehe, ist die Tatsache, dass man hier womöglich in der Lage sein kann, weitere Bricks zu cutten. So hatte Urena in seinem Deck Profile ja erwähnt, das man womöglich Jetsynchron und einen zweiten Flamberge cutten könnte, um die allgemeine Konstanz und die stärken going second ausbauen zu können, auch wenn man dafür mit einem schwächeren Endboard oder weniger gut durch beispielsweise Nibiru spielen kann. Diese Sky Striker Variante versorgt einen dafür mit den notwendigen Karten, um das Going Second zu verbessern und gleicht die verlorenen Schutzeigenschaften gegen beliebte Handtraps aus. Somit wäre insbesondere die Sky Striker Variante interessant, sollte man versuchen wollen, Flamberge auf einen zu reduzieren. Ob nun gewollt oder durch eine mögliche Liste der limitierten und verbotenen Karten.


Zum Schluss dieses Abschnitts möchte ich noch auf eine weitere Sache hinweisen, die mir aufgefallen ist: Wenn man den Gedankengang von Christian Paul Gregorio mit der Sky Striker Engine im Side sowie mit dem von Christian Urena und Fenrir vergleicht, fällt auf, dass es in diesem Format wichtig zu sein scheint, im Side Deck Karten zu spielen, die nicht nur als Interrupt oder Removal angewendet werden können, sondern zu einem gewissen Grad auch Funktionen als Extender haben. Gleiches Szenario kann man auch mit Sirenengesang beobachten, welche genauso beide Funktionen in einer Karte verbindet.


Special Spotlight: Synchro sein oder nicht sein, das ist hier die Frage


Da ich in den vorherigen Abschnitten bereits viel auf vereinzelte Decklisten eingegangen bin, will ich an dieser Stelle noch kurz einen Blick auf etwas werfen, wovon ich in den Kommentaren des letzten Quick Fixes hingewiesen wurde. Da wurde nämlich erwähnt, dass auch die Entwicklung der Synchro-Monster im puren Snake-Eye einer Betrachtung wert ist. Und da stimme ich auch absolut zu, denn neben der Synchro-schweren Variante mit Jetsynchron, Formelsynchron, Blumenbaronin und Kalliberlade-Wilddrache, gibt es noch eine Version, welche gänzlich auf Synchromonster verzichtet und sich rein auf Linkmonster beschränkt. Selbiges wird auch in den zuvor beschriebenen Deck Profiles von Christian Urena und Timoti Baggio angesprochen. Denn wie bereits erwähnt hat Ersterer behauptet, man solle selbst ohne Jetsynchron zumindest auf Blumenbaronin und Formelsynchron setzen. Und auch Timoti beschreibt in seinem Deck Profile die Wichtigkeit von Synchromonstern in diesem Deck. Er bezieht sich aber viel eher auf Jetsynchron und damit auch Kalliberlade-Wilddrache, wo Jetsynchron nicht nur für mehr Bodies genutzt werden kann, um durch Boards spielen zu können, sondern auch Karten (insbesondere Zauberkarten) abwerfen zu können, um weitere Plays zu ermöglichen. Außerdem dient Kalliberlade-Wilddrache als 2 1/2 Karten Kombo mit Diabellstar the Black Witch (Hexe sowie Monster der Stufe eins und einen beliebigen Discard), um sich vor vielen Handtraps schützen zu können. Es stellt sich also heraus, dass man sich nicht einig ist, ob Synchro-Varianten sinnvoll oder notwendig sind und ob man hier nicht in den gespielten Karten stärker variieren sollte als anfangs geplant.

Darum habe ich mir die Zeit genommen und alle Wochen des PHNI-Formates noch mal heraus gekramt und von der ersten Woche bis zur aktuellen sechsten Woche noch mal ausgezählt, wie viele davon "Synchro-Varianten" mit starkem Fokus auf Synchromonstern sind, welche gar keine Synchromonster spielen und welche sich zumindest auf vereinzelte Karten dieser Engine verlassen. Da diese Daten etwas anders verarbeitet sind als alle vorherigen, habe ich mir erlaubt, hierfür ein extra Spreadsheet zu erstellen, wo ich den aktuellen Stand festhalte und zumindest für die nächsten Wochen weiter beobachten möchte. Wie lange hängt dabei davon ab, ob äußere Einflüsse diese Beobachtung nicht mehr nötig machen (bspw. eine neue Banned List, neue Releases, ...).


Das Ergebnis habe ich euch ebenfalls als Diagramm erzeugt. Für die exakten Anzahlen müsst ihr in das Spreadsheet schauen:


Diagramm Synchro gegenüber Nicht-SynchroBeginnen wir aber kurz einige Informationen zu erläutern. So wurden hier nur Decklisten aufgenommen, welche veröffentlicht wurden, sodass die Gesamtmenge der Snake-Eye Decks entsprechend kleiner ist als in den jeweiligen Reports. Ansonsten wurden unter dem Label "Synchro" alle Varianten gelistet, welche alle drei Synchromonster sowie Jetsynchron spielen, während "No Synchro" das Komplement darstellt und alle Listen führt, welche mindestens eine dieser vier Karten nicht beinhaltet. Ausnahme stellt hier einzig eine Liste aus der fünften Woche dar, welche nur Blumenbaronin und Jetsynchron gespielt hat, dafür aber eine kleine T.G.-Engine mit anderen Synchromonstern integriert hat und somit als Synchro-Deck eingeordnet wurde. Darum wurde die Kalkulation hier etwas angepasst.

Was direkt auffällt, ist die Tatsache, dass die Anzahl an Synchro-Varianten zwischen 75 und 100 % aller Snake-Eye-Varianten liegt. Zieht man die erste Woche aufgrund der geringen Sample Size ab, geht der Trend sogar dahin, dass eher mehr Synchro-Varianten gespielt werden als weniger.


Jetzt wäre aber interessant zu wissen, wenn eine Snake-Eye-Variante keine Synchro-Version ist, wie viele davon zumindest einen kleinen Anteil der Synchro-Engine spielen. Auch dafür habe ich noch mal eine Grafik angefertigt, welche das Ganze übersichtlich macht. Ebenso findet ihr die rohen Daten im Spreadsheet:


Diagramm Nicht-Synchro aber mit ...Schaut man sich hier die Grafik an, so fällt erst mal auf, dass Jetsynchron in jeder Woche die meistgespielte Karte in den Nicht-Synchro-Decks ist. Zugleich fällt aber auch der direkte 0 % Fall in der Doppelwoche vier und fünf auf. Das hat den Grund, dass keine Nicht-Synchro-Liste in der Woche ein Synchromonster oder Jet Synchron integriert hat. Außerdem muss ich hinzufügen, da dies aus der Grafik nicht ersichtlich wird: Auch wenn man Jetsynchron ohne Synchromonster im Deck als idealen Extender spielen könnte, hat keine einzige Liste diese Option in Betracht gezogen. Das ist sehr interessant, schließlich harmoniert er doch super mit dem Wiederbelebungseffekt von Snake-Eye Oak und hilft dabei, Bricks aus der Hand wiederverwerten zu können. Ansonsten fällt nur auf, dass Formelsynchron immer nur zusammen mit Blumenbaronin auftaucht und vice versa. Solltet ihr also aufgrund von Platzmangel mit dem Gedanken spielen, in eurem Nicht-Synchro-Snake-Eye auf Formelsynchron verzichten zu wollen, aber weiterhin Blumenbaronin zu integrieren, solltet ihr euch das direkt ein zweites Mal überlegen. Die übrige Schnittmenge stellen dann alle Kombinationen aus Jetsynchron und Kalliberlade-Wilddrache dar. Was sich also zeigt, ist die Tatsache, dass Jetsynchron den Mittelpunkt der bestehenden Synchro-Engines im Snake-Eye darstellt. Dies hat wiederum die mögliche Implikation, dass mit einem möglichen Verbot von Jetsynchron die Attraktivität der Synchromonster im Deck sofort auf null fällt. Alternativ beweist es, das alternative Feuer-Empfängermonster nicht die nötigen Qualitäten aufweisen, um zum jetzigen Stand in Betracht gezogen zu werden.


Abschließende Worte


Damit wäre ich auch wieder am Ende angekommen. Wann der nächste Quick Fix kommt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Wie vielleicht schon während des Artikelverlaufs aufgefallen ist, halte ich es nicht für unmöglich, dass wir in den kommenden Wochen den Release einer neuen Liste der limitierten und verbotenen Karten erwarten könnten. Es würde mich zwar auch nicht überraschen, wenn gar keine Liste erscheint oder keine nennenswerten Veränderungen auftreten, doch all das hat natürlich Auswirkungen auf den Release eines weiteren Artikels. Zusätzlich würde die nächste Instanz des Quick Fixes das Osterwochenende miteinbeziehen, weshalb ich hier mit einer "Leerwoche" ausgehe, wo keine Turnierergebnisse verfügbar sein werden. Darum solltet ihr nicht überrascht sein, wenn der nächste Artikel erst in vier oder fünf Wochen erscheinen könnte, je nachdem welche Szenarien eintreten und wie viele qualitative und quantitative Turnierdaten zur Verfügung stehen.


Doch jetzt würde ich mich verabschieden wollen und den Ball wieder an euch zurückgeben. Habt ihr gegebenenfalls weitere Wünsche oder Hinweise, auf welche Sachen ich in den kommenden Quick Fixes achten sollte? Oder gibt es allgemein Vorschläge, um das Artikel-Format zu verbessern? Falls ja, dann schreibt doch was dazu in den Kommentaren.


-deckcreator16